0176 30303905

Bördestraße 9, 27711 Osterholz-Scharmbeck

Termine nach Vereinbarung

0
  • No products in the cart.
 
Blog - Yvonne Gerdau - Bewusst leben - Isst Du noch?

Isst Du noch?

Jetzt mal ‚Butter bei die Fische!‘ Was? Butter? Oh mein Gott! Die ist doch total ungesund! Und ich bin raus. Ich will nicht mehr. Und weißt Du, warum? Weil ich in meiner täglichen Praxis mit meinen Klienten, in meinem Freundeskreis und im Kontakt mit anderen Menschen sehe, wie wir Tag für Tag die Fähigkeit verlieren, zu genießen – vor allem, wenn wir Nahrung zu uns nehmen.

Wenn wir essen, so scheint es, isst die Angst mit – und das schlechte Gewissen. Oder hast Du in den letzten Tagen ohne schlechtes Gewissen, Deine Mahlzeiten so richtig mit ganzem Herzen – und vor allem bewusst – genossen?

Falls ja: großartig! Falls nicht: Willkommen im Club der Menschen, die nicht mehr wissen, was sie eigentlich noch essen und trinken sollen. Es gibt doch zurzeit kaum ein Thema, bei dem die Meinungen so trennend und so spaltend sind, wie bei der Ernährung. Ich beobachte diese Entwicklung sehr genau, da ich ja auch zur Gruppe der Konsumenten von Nahrung gehöre.

Und es trifft mich unvermittelt im Gespräch mit einer Bekannten. Sie ist entsetzt als sie hört, dass ich keine Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehme – und das als Vegetarierin! Wie lange das wohl noch gut geht mit mir und meinem ‚ergänzungsmittelfreien‘ Leben! Ob ich denn um die Gefahren wüsste, wenn ich meinem Körper diese Vitamine, Spurenelemente und Mineralien nicht zusätzlich zuführen würde.

Schwupps – ist das Thema in meinem Resonanzfeld. Und ich höre von einer Studie, die besagt, dass vegetarische Wurst mehr Hühner auf dem Gewissen hat, als ich glauben möchte. Zeitgleich nehme ich an einem Online-Ernährungskongress teil, der mir dann noch den Rest gibt und so richtig den Appetit verdirbt.

Mir gehen dabei interessante Gedanken durch den Kopf: Vielleicht ernähre ich mich demnächst auch nur noch von Lichtnahrung. Soll ja auch nicht so viele Kalorien haben. Wer weiß, was noch kommt? Führen mir doch die Medien die Umweltverschmutzung, die Verrohung der Gesellschaft und das allgemeine „verdorbene Mindset“ stets und ständig vor Augen.

Im Ernst: Was ist da passiert in unserer Gesellschaft? Sind wir denn wirklich nicht mehr in der Lage, das Schöne und Wertvolle zu erkennen? Worum geht es hier gerade wirklich -überlege ich. Und was löst diese Art von Gesprächen und Informationen in mir aus? Freude am Genuss und Wohlbefinden stehen hier jedenfalls gerade nicht ganz oben auf der Liste.

Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen. - Teresa von Avila

Ich bin ein lösungsorientierter Mensch und fühle in mich hinein. Dabei kommen mir folgende Gedanken: Was macht das mit uns, wenn das, was wir zu uns nehmen, mit der Energie der Angst und des schlechten Gewissens schwingt? Richtig: Es verursacht ein Feld von Angst und Unbehagen. Ist das dienlich für unser Körpersystem? Ist das sinnvoll für unser geistiges Wohlbefinden?

Eigentlich ist es doch ganz einfach

Je mehr ein Mensch sich selbst (er-)kennt und je bewusster er wird, umso mehr weiß er instinktiv und intuitiv, was ihm guttut. Wir sollten wieder lernen, wieder bewusster auf unseren Körper und unsere innere Stimme zu hören. Ich bin davon überzeugt, dass wir dann wieder in der Lage sind, eine genaue und selbstfürsorgende Entscheidung zu treffen, welche Lebensmittel uns stärken und welche uns schwächen.

Außerdem sind wir dann auch wieder in der Lage abzuwägen, welche Mengen an Nahrung wir zu uns nehmen wollen. Ist es dann nicht auch unbedingt sinnvoll, dass wir unsere Nahrung bewusst und genussvoll essen und trinken – auch wenn es Zucker, Alkohol oder tierische Produkte sind?

Wie fühlt es sich an, wenn Du sehr bewusst ein liebevoll zubereitetes Essen zu dir nimmst, dazu vielleicht ein Glas Wein trinkst und einfach dankbar bist, für das, was da vor dir steht? Wenn Du aufmerksam und mit Achtsamkeit deine Nahrung aufnimmst – und nicht einfach so nebenbei?

Mal ehrlich: Das fühlt sich doch viel besser und stimmiger an. Um nicht zu sagen: Die Nahrung schwingt dann in einem ganz anderen Rhythmus und wird uns viel besser bekommen.

Dankbarkeit ist der Schlüssel. Es kann daher sicher nicht schaden, sich innerlich zu bedanken oder etwas zu segnen, was wir in unser Körpersystem aufnehmen wollen. Probiere es mal aus, Du wirst überrascht sein.

Ich habe mich heute jedenfalls zum Essen eingeladen und jeden Bissen genossen. Danke!