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Yvonne-Gerdau - Blog - "Ich versuche-es-ja!" - Vom Versuchen ins Tun kommen

„Ich versuch’s ja!“ – Wirklich?

Ich stolpere seit geraumer Zeit immer wieder über die Aussage vieler Menschen, wenn sie etwas nicht schaffen: „Ich versuche es ja, aber…“ Kommt Dir das bekannt vor? Dann habe ich noch eine Frage für Dich: Hast Du schon mal Geld vom Boden aufgehoben, nachdem es dir runtergefallen ist? Ganz bestimmt sogar. Aber allein der Versuch es aufzuheben, hätte nicht dazu geführt, das Geld wieder in Deinen Händen zu halten.

Wie bitte? Genau! Der reine Versuch sorgt nämlich nicht dafür, dass Du Dich bewegst, die Hand ausstreckst, Dich hinunterbeugst und zugreifst. Dazu musst Du in die Aktion kommen – es also wirklich tun.

Das erklärt vielleicht auch, warum der Versuch zu leben, eher eine Art von Überleben darstellt. Mit wohliger Lebensqualität und Eigeninitiative hat das nichts zu tun. Wenn wir ständig im Stadium des Versuchens verharren, dann wird sich in unserem Leben nichts verändern.

Schutzmechanismen verhindern die Aktion

Weißt Du warum es so oft nur bei einem Versuch der Veränderung bleibt? Weil wir im Laufe unseres Lebens gelernt haben, Schutzmechanismen aufzubauen. Die hindern uns daran, uns aus unserer ‚vollgepupsten Komfortzone‘ zu bewegen. Denn hier ist es warm, muckelig und vermeintlich sicher. Gefahren und Abenteuer sind was für die anderen – ich bleibe lieber in der gewohnten Umgebung.

Das große Problem an dieser Gewöhnung ist allerdings, dass sie unser „System Mensch“ nicht herausfordert. Und wie bei einem Muskel, den wir nicht trainieren, erschlafft alles nach und nach. Damit dann auch unser Mut und unsere Lust, Neues zu entdecken und auszuprobieren.

Wenn wir diesen inneren Saboteur überlisten wollen, dann müssen wir unserem Gehirn neue Impulse liefern. Und das geht nur, wenn wir uns auch mal auf unbekanntes Terrain wagen, mal etwas ganz anders machen, als wir es normalerweise tun würden.

Das Prinzip von Ursache und Wirkung

Dazu ein Bild: Weißt Du was ein Kugelstoßpendel ist? Was in den 80er Jahren die Besitzer eines Schreibtisches erfreute, auf dem es oftmals stand? Es besteht aus 5 aufgehängten Kugeln. Wenn man die äußere Kugel anhebt und zurückfallen lässt, wird die Kugel am anderen Ende der Reihe abgestoßen. Alle anderen Kugeln bewegen sich nicht.

Prallt die Kugel wieder zurück auf die Reihe, wird wiederum nur die Kugel am anderen Ende mit der gleichen Kraft abgestoßen. Dieses physikalische Experiment erklärt sehr anschaulich, wie das Setzen von Impulsen funktioniert – und gleichzeitig das Bewahren von Energie.

Was hat das nun mit Deinem inneren Saboteur, Deiner körperlichen Lethargie und dem manchmal destruktiven Verhalten dir selbst gegenüber zu tun? Alles! Aber auch wirklich alles.

Agieren statt immer nur zu reagieren

Klarer wird es, wenn Du Dir jetzt die Frage stellst: „Welche der 5 Kugeln bin ich gerade – und welche will ich sein?“ Bist Du die Kugel, die jeweils außen erst durch das aufschlagen einer anderen Kugel in Bewegung gesetzt wird? Oder bist Du eine der Kugeln in der Mitte, die permanent rechts und links ein reingehauen bekommen, aber sich trotzdem nicht bewegen?

Du musst eine Entscheidung treffen, die Dein Leben sehr stark beeinflussen wird. Du wirst für Dich herausfinden müssen, wo Du gerade stehst. Hierzu hinterfrage mal folgendes für Dich:

  • Fühlst Du Dich wohl, wenn Du ständig auf alles, was in Deinem Leben passiert nur reagierst?
  • Raubt es Dir vielleicht Kraft und Energie, ständig in Bereitschaft zu sein und immer in dem Tempo der Menschen um Dich herum schwingen zu müssen?
  • Bist Du gerne der Befehlsempfänger und versuchst, es recht zu machen?
  • Sind andere Menschen dafür verantwortlich, wie es in Deinem Leben läuft oder sogar, wie Du Dich gerade fühlst?
  • Wirst Du durch das Verhalten anderer in Deinen Wünschen ausgebremst?

Lass Dich nicht ausbremsen!

Aber ist das wirklich so? Oder kannst Du Dir vorstellen, dass Du all das, aus einer inneren Bequemlichkeit heraus, breitwillig zulässt und Dich damit vielleicht selbst ausbremst?

Denn wenn Du diesen bremsenden Anteilen und Bewertungen in Dir die Macht und Verantwortung gibst, dann kannst Du im Grunde genommen den Rest Deiner Tage auf der Couch, vorm TV oder im Bett bleiben. Bin ich dir grade zu krass? Egal – das muss jetzt sein! Denn sehr oft werde ich in meinen Coaching-Sessions gebeten, genau diese hinderlichen Anteile bei meinen Klientinnen zu minimieren oder gar zu löschen.

Die Abgabe Deiner Macht startet mit der Bitte, jemand anderer möchte bitte diese Lethargie in Dir beseitigen. Es ist der Versuch, etwas zu verändern.

Bewege Dich – lass es nicht andere für Dich tun

Aber wenn wir nur etwas versuchen, dann sind wir die Kugel in der Mitte des Kugelstoßpendels. Dann kriegen wir – bildlich und ganz platt gesprochen – von links und rechts eins reingehauen. Und jemand anderes übernimmt die Führung – nutzt unsere Energie.

Nicht wir kommen dadurch in die gewünschte Bewegung oder Richtung. Die Energie fließt einfach ab, durch uns hindurch – und bewegt eine andere Kugel.

Wenn Du bereitwillig Macht abgibst, dann entscheiden andere über Dein Leben. Du kommst dann ständig in die Situation der Reaktion, nicht in die Position des bewussten Agierens. Aber das ist das Ziel meiner Arbeit.

Ich möchte, dass Du nicht die Kugel in der Mitte bist. Aber auch nicht eine der Kugeln außen, die die anderen anstoßen. Sei etwas viel Größeres, als Du es Dir jetzt vorstellen kannst:

Sei Du die Hand – setze Du den Impuls!

Eigenverantwortung, Selbstfürsorge und Reflexion – das sind die Eigenschaften, die Dich in die Lage versetzen, die Hand zu sein, welche die Kugeln zum Schwingen bringt. Glaube mir: Es ist das großartigste Gefühl, wenn Du die Verantwortung für Dich selbst übernimmst. Aber auch das Gefühl, was die größte Angst in Dir hervorrufen wird.

Eigenverantwortung gibt dir Macht über Deine Entscheidungen. Zu jedem Zeitpunkt hast Du dann die Wahl. Du bestimmst, wie Du Dich fühlen möchtest und wie Deine Handlung aussieht. Egal, wie sich jemand anderes dir gegenüber verhält. Du hast immer die Möglichkeit bewusst zu entscheiden, wie Du damit umgehen möchtest.

Ins tun kommen. Hole Dir Deine Macht zurück!

Das erfordert Mut. Das erfordert ins Tun zu kommen. Das erfordert aus alten Gewohnheiten und Mustern auszusteigen. Das erfordert die Tatkraft, Dinge wirklich und aus dem Herzen heraus verändern zu wollen.

Aber nur so erhältst Du Deine Macht zurück. Und am allerschönsten ist es dann für jemanden wie mich, nur den richtigen Impuls zu setzen, damit jemand wie Du sich traut, die Hand in Bewegung zu versetzen und die Kugeln anzustoßen. Das ist Schwingung, das ist Bewegung – das ist Lebensenergie!